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ZDF Report: "Die Autogramm Fälscher" Print E-mail
Written by ZDF Info   
Sunday, 21 November 2010

Die Fälscher

Das Geschäft mit der Nachahmung

Autogrammkarten sind bei Fans und Sammlern begehrt. Vor allem die seltenen Karten von Stars, die nicht mehr leben, sind echte Kostbarkeiten. Im Frühjahr hat ein handsigniertes Beatles-Foto für 17.500 Euro den Besitzer gewechselt. Ein echtes Juwel. Aber je höher der Preis, desto größer ist auch die Gefahr, dass Betrüger ein Geschäft wittern. Das Internet ist für sie die perfekte Plattform.

 
Immer mehr Menschen entdecken für sich ein neues Hobby: das Sammeln von Autogrammen berühmter Persönlichkeiten. Klar, dass deshalb mit den Unterschriften ein schwunghafter Handel getrieben wird. So gibt es ein riesiges Angebot von Promi-Autogrammen bei spezialisierten Händlern, auf Autogrammbörsen oder im Internet. Gezahlt werden Preise zwischen einigen wenigen Euro bis hin zu fünf- und sechsstelligen Beträgen für besonders seltene und begehrte Unterschriften.

Kaum verwunderlich also, dass das auch Kriminelle auf den Plan ruft. Es geht um´s schnelle Geld! Denn Autogrammfälscher können mit relativ einfachen Mitteln in kurzer Zeit richtig "Kasse" machen - meist mit dem Verkauf über Internet-Auktionshäuser. Doch das Nachmachen von Unterschriften ist längst kein neues Phänomen.

So werden Autogramme seit über 200 Jahren gefälscht, sei es durch autorisierte Sekretärsunterschriften, wie beim französischen König Louis XIV im 18. Jahrhundert, der Sekretäre für sich signieren ließ, als auch durch Betrüger. Die haben nachgewiesenermaßen schon im 19. Jahrhundert ihr Unwesen getrieben und vor allem im englischsprachigen Raum tausende von Fälschungen in Umlauf gebracht.
 
Autogrammfälscher verbreiten die falschen Unterschriften in großem Stil.

Der aktuelle Autogramm-Boom begann Mitte der 90iger-Jahre des vorigen Jahrhunderts und unzählige Betrüger nutzen seitdem die Unerfahrenheit und Naivität vieler Sammler und Fans aus. Vor allem seit der weltweiten Verbreitung des Internets und der damit verbundenen Anonymität wird es diesen Betrügern einfach gemacht, ihre Fälschungen zu verbreiten - und das oft unbehelligt.

Harte Strafen für Betrüger

Doch wer erwischt wird, dem drohen empfindliche Strafen, wie der Kasseler Rechtsanwalt Steffen Kernchen erklärt: "Das Fälschen von Autogrammen ist längst kein Kavaliersdelikt! Hier steckt sozusagen eine ganze "Industrie" dahinter. In Deutschland sind Fälle bekannt geworden, in denen die Täter 100.000 Euro und mehr auf diese Weise erzielt haben. Und das ist natürlich strafrechtlich als Betrug relevant!" Mit entsprechenden Strafen für die Täter. Rechtsanwalt Kernchen: "Solche Taten werden mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr geahndet. Handeln der oder die Täter gewerbsmäßig oder als Mitglieder einer Band, drohen sogar Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren!"

Unerfahrenheit wird ausgenutzt

Doch viele Fälscher scheint das nicht abzuschrecken! So entdecken Autogramm-Experten wie der Schweizer Sammler und Händler Markus Brandes im Internet täglich dreiste Fälschungen - oft für viel Geld und ebenso oft einfach so dahingekrakelt, ohne wirkliche Ähnlichkeit mit der Originalunterschrift des Prominenten. Die Täter bauen auf die Unerfahrenheit und Leichtgläubigkeit vieler Fans.

Große Vorsicht ist geboten

Besonders einfach ist es für sie, wenn plötzlich sehr viele Sammler an den Autogrammen eines Stars interessiert sind, wie beispielsweise nach dem Tod von Michael Jackson. Über Nacht haben sich dadurch die Preise, die für echte Unterschriften des "King of Pop" verlangt und bezahlt werden, verzehnfacht! Heute kosten Michael Jackson-Autogramme einige hundert bis hin zu einigen tausend Euro.

Im Internet werden oft unbemerkt jede Menge Autogrammfälschungen für viel Geld erworben.

Beispielsweise wenn sich die echte Unterschrift des Sängers auf einem seiner bekannten Hüte oder einer seiner Jacken findet. Autogramm-Experte Brandes stellte direkt nach Jacksons Tod fest, dass auf den Seiten von Internet-Auktionshäusern plötzlich hunderte kurzfristig eingestellter Autogramme angeboten wurden. Brandes ist sicher: "Davon waren 95 Prozent oder mehr ganz klar gefälscht!"

Lieber den direkten Weg

Experten raten deshalb, immer erstmal von einer Fälschung auszugehen und sich dann vom Gegenteil überzeugen zu lassen. Auf "Echtheitszertifikate" sollten sich Käufer aber nur dann verlassen, wenn diese von einem anerkannten Experten stammen. Im Zweifel also bei Fachhändlern kaufen, die sich auskennen, meist eine Garantie geben und einen Ruf zu verlieren haben. Der einzige hundertprozentig sichere Weg jedoch nicht auf Fälschungen reinzufallen besteht darin, sich selbst direkt von den Promis ein Autogramm geben zu lassen! Und dabei spart man auch noch eine Menge Geld

 

Hier finden Sie die Reportage im Internet

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